HEAVY
ODER WAS!? NR. 65

Ob man ASTROGENCE nun tatsächlich - wie sie es selbst tun - in der Schnittmenge zwischen OPETH und DEATH ansiedeln sollte, sei dahin gestellt. Fakt ist: Die eigenwillige, leicht futuristisch anmutende Death Metal-Variante der jungen Deutschen ist nicht nur komplex, vielschichtig und in weit ausholenden Strukturen angelegt,sie spart auch nicht an Atmosphäre, Gefühl und Melodie. Obgleich das Groß der opulenten Kompositionen mit deutlicher Überlänge (bis hin zu knapp 11 Minuten) an den Start geht, kommt nie auch nur ein Hauch von Langeweile auf - zu abwechslungsreich und geschickt inszeniert sind die Songs der Band. Hier und da bringen dann auch Akkustikpassagen und Jazz-nahe Einsprengsel zusätzlich Farbe ins grundsätzlich melancholische Spiel - ein Prinzip, das die Band ruhig noch weiter ausbauen könnte. Doch auch so ist "Somewhere in the Grey" eine runde Sache, die allenfalls noch in puncto Produktion eine Steigerung nötig hat. Aber das wäre wohl Sache eines ambitionierten Labels, für das ASTROGENCE hiermit ihre Reifeprüfung vorgelegt haben. 53 Minuten anspruchsvolle Musik in absolut professioneller Verpackung gibt es für 10 inklusive P. & V. bei ASTROGENCE c/o Dennis Löper, Riempengasse 15, 73770 Denkendorf
(Thomas Michel)
9 von 12 Punkten